|Die Botschaft
Pastorais traduzidas para o alemão
|
ver todos »
|
 |
|
|
|
|
Die Zerstörung des Tempels
Und da er aus dem Tempel ging, sprach zu ihm seiner Jünger einer: Meister, siehe, welche Steine und welch ein Bau ist das! Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Siehst du wohl allen diesen großen Bau? Nicht ein Stein wird auf dem anderen bleiben, der nicht zerbrochen werde. Und da er auf dem Ölberge saß gegenüber dem Tempel, fragten ihn Petrus, Jakobus und Johannes und Andreas besonders: Sage uns, wann wird das alles geschehen? Und was wird das Zeichen sein, wann das alles soll vollendet werden? Jesus antwortete ihnen und fing an, zu sagen: Sehet zu das euch nicht jemand verführe! Denn es werden viele kommen unter meinem Namen und sagen: „Ich bin Christus!“ und werden viele verführen. Wenn ihr aber hören werdet von Kriegen und Kriegsgeschrei, so fürchtet euch nicht. Denn es muß also geschehen; aber das Ende ist noch nicht da. Es wird sich ein Volk wider das andere empören und ein Königreich wider das andere, und werden Erdbeben geschehen hin und wieder, und wird teure Zeit und Schrecken sein. Das ist der Not Anfang. (Markus 13:1-8)
Das Gebäude des Tempels von Jerusalém wovon die Jünger wegen seiner Groβartigkeit begeistert waren, war das Gebäude, das Herodes Antipas angefangen hatte zu bauen, und das noch ein paar Jahre bis zur Fertigstellung dauern würde, war schon in dieser Zeit von Jesus eine beeindruckende Konstruktion. Erinnern wir uns, dass sowohl Jesus als auch seine Jünger, aus einer Gegend von Bauern und Handwerkern stammen, für die eine Reise von Nazareth nach Jerusalem das gleiche bedeutete wie für Bewohner vom Inneren des Landes, die in eine wichtige Hauptstadt von heutzutage kommen. Deshalb zeigten sie Jesus begeistert die Wände dieses Gebäudes. Jesus lässt sich offensichtlich nicht von dieser Bewunderung beeindrucken und antwortet: Seht ihr diese groβen Konstruktionen? Es bleibt kein Stein über dem anderen, der nicht eingerissen wird. Und tatsächlich befiehlt ein römischer General die Invasion und die Zerstörung der Stadt wenige Jahre nach diesem Gespräch zwischen Jesus und seinen Anhängern. Nach der groβen Zerstörung begann die Diaspora (Verstreutheit), mit der sich das Volk von Israel über die ganze Welt verbreitete, ohne Ziel und ohne Heimat bis zum zwanzigsten Jahrhundert.
Wenn wir diesen Text lesen, beginnen wir zu verstehen, dass nichts Materielles ewig ist. In Wirklichkeit bestätigt der Christus von Gott, indem er die Zerstörung des Tempels von Jerusalem prophezeit, seine eigene Zerstörung, und an einem anderen Ort spricht er von der Zerstörung des Tempels und an seinen Wiederaufbau innerhalb drei Tagen. Nach seinem Tod und seiner Auferstellung verstehen wir, dass das „Haus Gottes“ nicht mehr ein Gebäude aus Stein bedeutet, sondern dass es sich in ein Gebäude des Glaubens verwandelt, dessen Wände der Körper seines Sohnes Jesus Christus selbst sind. So sind die Geretteten, die Reinen, diejenigen die von Gott als seine Kinder bezeichnet werden, in enger Gemeinschaft mit Jesus, und sie gehören zum Körper Christi, und der Herrgott beginnt den Tempel zu bewohnen, der nicht Menschenhänden gebaut wurde, sondern von seinem Gesalbten. Der Herrgott fängt an, in uns zu leben, denn laut seinem Wort ist „unser Körper der Tempel des Heiligen Geistes“. Jeder Zusammenschluss, der das Haus des Gebetes mit dem Tempel des Heiligen Geistes von Gott verwechselt, begeht einen schwerern Fehler. Wir sind hier auf der Welt, um ein Glaubensgebäude zu erbauen, oder, anders ausgedrückt, eine unsichtbare, mystische, spirituelle, unkörperliche Kirche, gegründet und erbaut durch Jeus selbst, und die in Wirklichkeit sein Körper ist. Wenn wir uns bemühen, das Haus des Gebetes zu verschönern (erinnert euch an Isaias: Mein Haus wird das Haus des Gebetes für alle Völker genannt werden“), bedenken wir, dass es von jedem „feindlichen Heer“ zerstört werden kann. Wenn wir die Kirche Christi nicht stärken, stecken wir „unser Geld in etwas, was kein Brot ist“, oder anders gesagt, in etwas, was nicht wesentlich ist. Der Gläubige, der als Teil der Konstruktion des Gebäudes bezeichnet wir, ist das wichtigste Stück von allen. Er, der Gottestreue muss die ganze notwendige Aufmerksamkeit für sein geistiges Wachstum, sein Wissen und die Gnade Gottes erhalten. In diesen Ort muss alles investiert werden. Und so sei es. Amen.
Pfarrer Vanúzio Melo Ferreira
Traduzido por:Edhen Guimarães
|
|
|
 |
|
|
|